| Warum wir, Catotaurix und ich, Argast, bei der zehnten im Erdlager sind... |  | Erst ging das Raunen durch die Bäume und das Geäst, ein Wind kam auf und umklammerte unsere Körper und Herzen mit kalten Armen und Händen. Dann ging es durch die Reihen der Priester und Krieger die sich an der Stammeseiche im heiligen Wald versammelt hatten um über unser Schicksal zu beraten. Die Kunde vom Sieg über die große Mutter ließ alle erschauern und selbst die größten unter uns waren den Tränen nahe, Trauer und Hass verschmolzen. Stimmen wurden laut die vom Ende der Welt sprachen und andere redeten davon, dass uns der Himmel auf den Kopf fiele wie viele Jahre zuvor, zu den Zeiten der Ahnen. Die heiligen Frauen und Priester befragten die Orakel und lasen aus den Zeichen…als diese gedeutet und verkündet waren fasste der große Rat den Entschluss eine Armee auszusenden die den Siedlern in der neuen Welt zur Seite stehen und die große Mutter aus den Fängen des Unheils befreien sollte. Boten wurden ausgesandt die den Stämmen an der Küste die Kunde bringen sollten und die Zimmerleute, Schreiner und Handwerker begannen damit eine Flotte zu bauen die die Armee in das neue Land bringen sollte. Vorräte und allerhand Werkzeuge, Waffen, Karren und Zeug wurden gesammelt, geschmiedet und gebaut. Aus allen Teilen kamen die Menschen zusammen ihren Beitrag zu leisten.Zwei Jahre sind seitdem vergangen und wir stehen nun vor den Trümmern des riesigen Heeres das aufgebrochen war die große Mutter zu retten. Die Götter der Winde peitschten den Sturm an und die Götter der See verschlangen unsere Schiffe, sie zogen tausende Seelen in die Tiefe. Das Wasser brandete gegen das Holz und schäumte wie ein tollwütiger Keiler und der Wind heulte, als würde er uns verlachen. Blitze und Donnergrollen, ein Chaos und überall nur die See. …welches Omen? Welche unbändige Kraft? Haben sie ihre Schwester vergessen und strafen uns unserer Liebe zu ihr? Wollen sie sie schwächen indem sie ihre Kinder an sich reißen? Mit nichts als unseren Kleidern am Leib erwachten Catotaurix und ich, Argast, am Strand eines uns unbekannten Landes. Der Strand war gespickt mit Wrackteilen, Kisten, Fässern und aufgeblähten Leichen von Mensch und Tier. All unsere Väter, Mütter, Brüder und Schwestern, Söhne und Töchter die mitgekommen waren und nicht vom Meer verschlungen wurden lagen da…unsere Hunde und Pferde…alle tot. Wir sammelten die noch brauchbaren Dinge zusammen und machten uns, ungewiss was die Zukunft bringen sollte, mit drei Packpferden die das gleiche Schicksal ereilt hatte auf den Weg ins Landesinnere. Auch wenn wir nur noch zu zweit waren wollten wir wenigstens unseren Schwur erfüllen…Auf unserem Weg entdeckten wir seltsame Wesen, uns unbekannt und fantastisch anmutend. Nach vielen Tagen trafen wir auf den Heerwurm der Siedler, auf dem Weg in den Krieg, zur Befreiung der großen Mutter. Wir sahen dort gewohnte und fremde Gesichter. Römer, Gallier, Iren und allerhand fremdländische Menschen und Tiere.Wir schlossen uns den uns gewohnten Menschen an und zogen mit ihnen ins Ungewisse… __________________ Links: Catotaurix Rechts: Rodoartos Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Rodoartos am 15.07.2010 15:43. |